Keine Zeit zum Spielen

Initiative fördert das klassische Spielen in Schulen

Frankfurt/Main, April 2009. „Ich habe jetzt keine Zeit, mit dir zu spielen.“ „Schau doch lieber Fernsehen.“ Solche oder ähnliche Diskussionen finden in Familien nachmittags statt. Spielen macht Schule geht in die dritte Runde und vergibt Spiele im Wert von über 700.000 Euro an 200 Schulen.

Bewerben können sich Grundschulen aus Nordhrein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Grund genug für Eltern und Lehrer mitzumachen, denn aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung besagen: Spielen macht schlau.

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel. Im Gehirn prägt sich besonders gut ein, was über mehrere Sinne hineingelangt.“ (Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Neurologe und Gründer des ZNL, Ulm)

Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und optischen Reizen, wie sie das klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken.

Daher fördert die Initiative „Spielen macht Schule“ das klassische Spielen in Grundschulen. 2007 wurde die Initiative von dem Mehr Zeit für Kinder e.V: (MZfK), Frankfurt und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL), Ulm gegründet.

Engagierte Eltern und Lehrer können noch bis zum 15. Juni 2009 ein Konzept für die Grundschule ihrer Kinder beim Mehr Zeit für Kinder e.V. einreichen. Die Wettbewerbs­unterlagen, Beispiel­konzepte, Fotodokumente, aktuelle Informationen und den Ausstat­tungs­katalog gibt es im Internet unter: www.spielen-macht-schule.de.

Im letzten Jahr haben insgesamt 154 Schulen aus Hessen, Bayern und Baden-Württemberg gewonnen. Das Interesse war sehr groß: mehr als doppelt so viele Schule haben sich für ein Spielezimmer beworben. Hierbei kamen viele kreative Ideen zustande, was den Bedarf an einem solchen Projekt bestätigte.

Das Wichtigste in Kürze:

Die Initiative „Spielen macht Schule“ verschenkt Spiele-Ausstattungen für 200 Spielezimmer an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg.

Die Initiative wurde 2007 von dem Mehr Zeit für Kinder e.V. und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) gegründet. Unterstützt wird „Spielen macht Schule“ von den jeweiligen Kultusministerien.

Engagierte Eltern und Lehrer können ein Konzept für die Grundschule ihrer Kinder einreichen und gewinnen. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2009.

Wettbewerbsunterlagen, Beispielkonzepte, aktuelle Informationen und der Ausstattungskatalog stehen im Internet unter:
www.spielen-macht-schule.de.

Kontakt: Mehr Zeit für Kinder e.V., Isabel Altmann, Fellnerstr. 12, 60322 Frankfurt am Main, Tel: 069/156896-12, Fax: -10, spielen-macht-schule@mzfk.de

 

 

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