Spielen macht Schule

Technische Begabung liegt nicht allein in den Genen

Frankfurt/Main, April 2006 – „Neue Informationen bewegen sich im Gehirn auf Spuren, die man sich bildlich als Trampelpfade vorstellen kann“, erklärt Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, „Je mehr eigene Erfahrungen ein Kind macht, desto schneller werden die Trampelpfade zu Straßen und schließlich Autobahnen ausgebaut, und somit Informationen schneller und leichter verarbeitet“, so der Ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik und Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm. Beim Spielen interagieren Kinder mit der Umwelt. Dabei machen sie immer wieder neue Erfahrungen, die eben solche Spuren im Gehirn hinterlassen.

Für Kinder ist Spielen und Lernen ein und dasselbe. Den oftmals negativen Beigeschmack bekommt das Lernen erst im Laufe der Jahre. Warum eigentlich? Vielleicht weil die Kids später unter Druck vieles „pauken“ müssen, wofür ihnen wichtige Grundlagen fehlen? Dabei können solche Grundlagen wunderbar im Spiel vermittelt werden – auch und gerade im Bereich Technik und Naturwissenschaft. Bildungsexperten haben das erkannt, und so findet z.B. der Modellbau in verschiedenen praxisorientierten Projekten verstärkt Einzug in die Schulen – ein Hobby, mit dem Eltern auch zu Hause Technikverständnis und kognitive Fähigkeiten ihrer Kinder fördern können.

So wird ein Kind später im Schulunterricht komplexe physikalische Zusammenhänge besser verstehen, wenn schon entsprechende „Trampelpfade“ vorhanden sind. Daher sollten Eltern beim Spielzeug darauf achten, dass es ihre Sprösslinge nicht nur irgendwie beschäftigt, sondern auch deren Wissensdurst und Entdeckergeist altersgemäß fördert.

Der Mehr Zeit für Kinder e.V.

Seit knapp 20 Jahren fördert Mehr Zeit für Kinder das Miteinander von Eltern und Kindern. Der bundesweit aktive Verein gibt Buchratgeber und Broschüren heraus, organisiert Fachtagungen und Familienprogramme auf Messen und Landestagen. Durch Social-Kampagnen macht der Verein auf die Belange von Kindern und Familien aufmerksam, so zum Beispiel in Kooperation dem Bundesfamilienministerium.
Forschung und Wissenschaft, Unternehmen und Verbände unterstützen den Mehr Zeit für Kinder e.V. bei der Durchführung seiner vielfältigen Aktivitäten und Projekte. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.mzfk.de.

Pressekontakt:
Nadine Engelking, Tel. 069 / 15 68 96-34, eMail: nadine.engelking@mzfk.de Mehr Zeit für Kinder e.V., Fellnerstraße 12, 60322 Frankfurt, www.mzfk.de

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